Nachdem der Bau des Rathauses und die Gestaltung des Marienplatzes als „Steinwüste“ die Fehlentwicklungen der 1960er und 1970er Jahre endgültig festschreiben und das Stadtbild an prominenter Stelle auf Jahrzehnte negativ prägen werden, hat es sich die Bayernpartei Bad Aibling zur Aufgabe gemacht, sich konsequent für eine regionaltypische Stadtgestaltung einzusetzen.

Vage „Gestaltungsvorschläge“ oder freiwillige Vereinbarungen, die von den großen Bauträgern dann doch nicht eingehalten werden, führen aus unserer Sicht zu nichts. Wir wollen eine verbindliche Ortsgestaltungssatzung, wie sie es bereits in vielen bayerischen Gemeinden gibt. Nur so sehen wir eine Chance, daß Bad Aibling nicht zur seelenlosen „Schlafstadt“ von München verkommt, sondern seinen Charakter als oberbayerische Klein- und Kurstadt wiedererlangt. Daher hat unser Stadtrat Florian Weber folgenden Antrag eingebracht:

Antrag

Der Stadtrat der Stadt Bad Aibling möge beschließen:

 Der Stadtrat beauftragt den Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehrsplanung und Umwelt mit Hilfe der Verwaltung und des Bauausschusses eine neue „Satzung über die Gestaltung des Orts-, Straßen- und Landschaftsbildes des Innenstadtbereiches (einschließlich der Bereiche Rosenheimer Str., „Ärztevillen“ rund um den Kurpark, Sonnen- und Lindenstraße und Münchner Straße)“ zu entwerfen und dem Stadtrat zur Diskussion und Entscheidung vorzulegen.

Dabei sollen besonders auch folgende Punkte Berücksichtigung finden:

  • die historisch gewachsenen baulichen Strukturen sollen bewahrt bleiben;
  • dem Bauen nach historischem Vorbild soll Vorrang eingeräumt werden;
  • Neubauten sowie die Gestaltung von Außenanlagen sollen hinsichtlich Proportion, Form, Größe, Dach- und Fensterform, Fassaden- und Farbgestaltung sowie verwendeten Materialien in einer Bauweise erstellt werden, die den regionalen Traditionen und dem Charakter Bad Aiblings als einer oberbayerischen Kleinstadt mit Kurcharakter entsprechen;
  • auch Außenanlagen sollen eingebunden werden.Begründung:Städtebauliche Veränderungen die seit der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts eingetreten sind, verändern langfristig die Prägung Bad Aiblings. Deshalb ist es Ziel des Antrages, den historischen Baubestand und das gewachsene Ortsbild regionaltypisch zu erhalten, bzw. wieder zu erreichen, damit Bad Aibling nicht nur für den Fremdenverkehr, sondern auch für das Wohlbefinden seiner Bürger attraktiv gestaltet wird.

    Eine ausführliche Entwicklung und Beratung einer solchen Satzung im Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehrsplanung und Umwelt mit intensiver Unterstützung durch die Verwaltung und den Bauausschuss ist insbesondere auch aufgrund der komplizierten Baurechtslage von Nöten. Dazu gehört auch die Beschäftigung mit bereits existierender Gestaltungssatzungen anderer oberbayerischer Gemeinden, um aus deren Fehlern und Erfolgen zu lernen.

    Bad Aibling den 22. Mai 2014

    Florian Weber, Bayernpartei

    Stadtrat

 

 

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