Die Geschichte der wunderschönen Kurstadt  Bad Aibling begann vor fast 2500 Jahren als die damals im Voralpenland beheimateten Kelten im heutigen Stadtgebiet am Bichl eine erste Siedlung errichteten.

Im Jahre  15 vor Christus wurde diese Siedlung wie der größte Teil des Voralpenlandes dem  Imperium Romanum einverleibt und  somit ein Teil der Provinz Rätien. Nach dem Zerfall des Weströmischen Reiches, und dem Abzug der Römer aus Raetien 488 nach Christus  errichteten die Bajuwaren am Anfang des 6. Jahrhunderts  nach Christus auf dem Hofberg einen Hof der Agliolfinger . Anno 788 wurde dieser Hof zum Königshof für die fränkischen Karolinger  . Die älteste urkundliche Erwähnung  Bad Aiblings unter dem Namen Epilinga stammt aus dem Jahr 804. Dieser Name wird meist von Epilo, einem adeligen Grundherrn hergeleitet.

Zwischen 1000 und 1200 nach Chr. war Aibling Verwaltungssitz der oberbayerischen Ländereien des Bistums Bamberg. 1180 erwarben die Gaugrafen von Falkenstein-Neuburg die Aiblinger Vogteirechte.

Im Jahre 1244 erhielt der Ort das Marktrecht und 1250 wurde unter den Wittelsbachern ein Pflegeamt eingerichtet. 1321 erhielten die Bürger das Münchner Stadtrecht.

Am 13. Juli 1648 besetzten die Schweden im Dreißigjährigen Krieg den Ort wodurch es zu zahlreichen Verlusten auf Seiten der Zivilbevölkerung kam.

Im spanischen Erbfolgekrieg kam es in den Jahren 1704, 1705 und zwischen 1741 und 1745 zur mehrmaligen Besetzung durch habsburgische Truppen.

Im Jahre 1800 marschierten die Franzosen im 2.Koalitionskrieg in Aibling ein.

Im Jahre 1845 gründete Dr. Desiderius Beck die erste „Soolen- und Moorschlamm-Badeanstalt  und legte damit den Grundstein für den späteren Kur und Naherholungsort Bad Aibling.

Am 31. Oktober 1857 erfolgte der Startschuss für die heute noch verkehrende Mangfalltalbahn.

Am 29. Mai 1895 erhielt Aibling mit der Ernennung zum Kurort durch Prinz Luitpold von Bayern die Bezeichnung Bad.

Am 29.Mai 1897 wurde die erste elektrifizierte Bahnstrecke Bayerns zwischen Bad Aibling und Feilnbach eingeweiht.

Am 1. Oktober 1900 wurde das königlich-bayrische Bezirksamt Bad Aibling eingerichtet.

Nach dem Ende des ersten Weltkrieges bildete sich in Folge der Münchner Räterepublik am 23.02.1919 ein revolutionärer Arbeiterrat, der am siebten April  in Bad Aibling eine Räterepublik ausrief, die bis zum Einmarsch der Weißen Garden am 4. Mai bestand .

Am 1.04.1933 wurde Bad Aibling zur Stadt erhoben.

Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges richteten die Amerikaner auf dem Gelände des damaligen Fliegerhorstes das größte Kriegsgefangenenlager Süddeutschlands ein. Dieses Kriegsgefangenenlager wurde 1952 zur US Militär Basis die bis 2003 bestand, ausgebaut.

1971 wurde die Mangfalltalbahn  elektrifiziert.

Am 29. September 1973 wurde die Eisenbahnstrecke nach Feilnbach stillgelegt und gleich am darauffolgenden Tag mit den Abrissarbeiten begonnen.

1972 wurde der Landkreis Bad Aibling im Zuge der Gebietsreform aufgelöst und dem Landkreis Rosenheim zugeschlagen.

Von 1975 bis 1978 wurden die bisher eigenständigen Gemeinden Ellmoosen, Willing und Mietraching eingemeindet.

2002 erfolgten bezüglich einer Heilwasserquelle für die Therme Bad Aibling, zu deren Eröffnung es 2007 kam, erste Tiefenbohrungen.

Heute zählt die Kurstadt Bad Aibling etwa 18000 Einwohner und  ist zu einem beliebten Erholungsort für Besucher aus Nah und Fern geworden.

Literatur

 

Der Mangfallgau, 13. Jahrgang, 1968.

Der Mangfallgau, Band Nr. 18, 1983

Der Mangfallgau, Band Nr. 19, 1989

150 Jahre Eisenbahn im Mangfalltal, 2007

Bad Aibling. Geschichte einer Stadt, Band 1+2

OVB-Artikel „Mit Galgenhumor Abschied von Bahn“

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